Montenegro ist klein. Sehr klein sogar. Und trotzdem fühlt sich eine Reise durch das Land an, als würde man innerhalb weniger Tage durch mehrere Welten reisen: von der Hauptstadt Podgorica über Wasserfälle, Berge und Klöster bis an die glitzernde Adriaküste. Genau das macht Montenegro so besonders: Meer und Berge liegen hier erstaunlich nah beieinander. Morgens kann man noch am Strand stehen, wenig später durch spektakuläre Berglandschaften fahren und am Abend in einer historischen Altstadt sitzen. Unsere Route führt einmal durch einige der schönsten und abwechslungsreichsten Ecken Montenegros.
Start in Podgorica
Unsere Reise beginnt in Podgorica, der Hauptstadt Montenegros. Auf den ersten Blick ist Podgorica vielleicht nicht die spektakulärste Stadt des Landes. Aber sie ist ein guter Ausgangspunkt für eine Rundreise – und vor allem ein Ort, an dem man das moderne Montenegro kennenlernen kann.
Die Stadt liegt am Zusammenfluss mehrerer Flüsse und ist von Bergen und Seen umgeben. Gleichzeitig ist das Klima bereits mediterran geprägt. Auch kulinarisch bekommt man hier einen guten ersten Eindruck davon, was Montenegro zu bieten hat: Auf den Tisch kommen unter anderem Njeguški pršut, also luftgetrockneter Schinken, Käse, frischer Fisch, Lamm, verschiedene Fleischgerichte und Spezialitäten wie Kačamak oder Cicvara. An der Küste wird es mediterraner – mit Fisch, Meeresfrüchten, Olivenöl und Gemüse.
Niagara-Fälle – Montenegro kann auch Wasserfall
Von Podgorica geht es weiter zu den sogenannten Niagara-Fällen Montenegros. Natürlich sind sie nicht mit den berühmten Niagara Falls in Nordamerika zu vergleichen. Der Name kommt vor allem von der beeindruckenden Lage und dem Wasserfall selbst. Gerade nach Regen führt die Cijevna ordentlich Wasser und macht den kurzen Abstecher besonders sehenswert. Hier merkt man schnell, was Montenegro ausmacht: Man muss gar nicht lange fahren, um von einer Stadt mitten in die Natur zu gelangen.
Kloster Ostrog – spektakulär zwischen den Felsen
Als Nächstes wartet eines der bekanntesten Wahrzeichen des Landes: das Kloster Ostrog. Das orthodoxe Kloster klebt förmlich an einer steilen Felswand und wirkt schon von weitem beinahe unwirklich. Besonders beeindruckend ist die Lage hoch über der Landschaft. Ostrog ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit, sondern bis heute ein wichtiger religiöser Ort und Ziel zahlreicher Pilger. Entsprechend sollte man sich beim Besuch respektvoll und angemessen kleiden.
Der Weg dorthin ist bereits Teil des Erlebnisses: Je höher man kommt, desto spektakulärer werden die Ausblicke.
Skadar Lake – Natur pur
Weiter geht es zum Skadar Lake, dem größten See des Balkans und einem der wichtigsten Naturgebiete Montenegros. Hier wird es deutlich ruhiger. Statt Altstadtgassen und Stränden erwarten uns Schilf, Berge, kleine Dörfer und jede Menge Wasser. Der See ist außerdem ein Paradies für Vögel. Wer Zeit hat, sollte eine Bootsfahrt einplanen. Vom Wasser aus bekommt man noch einmal eine ganz andere Perspektive auf die Landschaft.
Der Skadar Lake zeigt eine andere Seite Montenegros: weniger mediterranes Urlaubsziel, mehr unberührte Natur. Genau diese Mischung macht das Land so abwechslungsreich.
Ab an die Adria: Sveti Stefan
Nach Bergen und Seen geht es schließlich Richtung Küste. Und plötzlich ist da: die Adria. Einer der bekanntesten Fotospots der montenegrinischen Küste ist Sveti Stefan. Das kleine, auf einer Insel gelegene ehemalige Fischerdorf mit seinen roten Dächern gehört zu den ikonischsten Ansichten des Landes. Von oben wirkt die Insel fast wie eine Filmkulisse: kleine Steinhäuser, türkisblaues Wasser und dahinter die bewaldete Küste.
Hier merkt man endgültig, warum Montenegro bei Badeurlaubern so beliebt ist. Die Küste verbindet Strände und Buchten mit steilen Bergen und historischen Orten. Montenegro
Budva – Altstadt trifft Sommerurlaub
Weiter geht es nach Budva, einem der bekanntesten Badeorte Montenegros. Budva ist eine Mischung aus Strand, Altstadt, Restaurants und Nachtleben. Das historische Zentrum liegt innerhalb alter Stadtmauern und lädt dazu ein, einfach durch die engen Gassen zu schlendern. Gleichzeitig ist Budva im Sommer deutlich lebhafter als viele andere Orte unserer Route.
Wer Ruhe sucht, sollte eher morgens oder am späten Nachmittag durch die Altstadt gehen. Wer dagegen Restaurants, Bars und Sommerstimmung sucht, ist abends genau richtig.
Kotor – eine der spektakulärsten Buchten Europas
Unser nächster Stopp ist Kotor. Die Altstadt liegt direkt an der beeindruckenden Bucht von Kotor und wird von gewaltigen Bergen eingerahmt. Schon die Anfahrt ist spektakulär. In der historischen Altstadt fühlt man sich teilweise eher wie in Italien als auf dem Balkan: enge Gassen, steinerne Häuser, kleine Plätze und historische Kirchen erinnern an die venezianische Vergangenheit der Region.
Aber Kotor sollte man nicht nur vom Boden aus erleben.
Mit der Seilbahn auf den Lovćen
Ein echtes Highlight ist die Kotor Cable Car. Die Seilbahn verbindet die Küste mit dem Lovćen-Gebirge und überwindet auf einer Strecke von rund 3,9 Kilometern einen Höhenunterschied von etwa 1.316 Metern. Die Fahrt dauert nur ungefähr 11 Minuten – dafür verändert sich die Perspektive mit jedem Meter.
- Reisedauer: 1 Woche
- Beste Reisezeit: Mai bis September
- Hauptgericht: 15 €
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